Juni: Pride Month – DOOR beim Queeren Zentrum SCHMIT-Z in Trier

Der Pride Month im Juni steht jährlich für die Feier von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie für die Aufklärung über Diskriminierung.

Zu diesem Anlass möchten wir Ihnen das Zentrum näher vorstellen und aufzeigen warum DOOR hier eine wichtige Aufgabe übernimmt.

8 Fragen an Vincent Maron vom SCHMIT-Z.

Copyright: Schmit-Z e.V. Trier

1. Was genau ist die Aufgabe vom SCHMIT-Z?

Der Verein ist seit über 30 Jahren Anlaufstelle und Vernetzungsort für queere Menschen und queere Themen.

2. Gibt es Menschen die zu Ihnen kommen und wenig oder kein Deutsch sprechen?

Ja. Durch das Projekt „Queer Refugees RLP“ finden auch queere Geflüchtet den Weg zu uns und nehmen die Beratung in Anspruch.

3. Was bringen Ihnen Dolmetscher*innen von DOOR ganz konkret?

Die Dolmetscher*innen von DOOR sind für uns, sensibilisierte Personen für die Situation von queeren Menschen und durch die Möglichkeit auch per Telefon und Video zu dolmetschen sehr niedrigschwellig einsetzbar.

4. Und was bringen die Dolmetscher*innen Ihren Klient*innen?

Eine Atmosphäre von Vertrauen und ein Verständnis für queere Themen in den Herkunftsländern.

5. Wie verläuft ein solches Gespräch ohne Dolmetscher*in?
Was machen Sie wenn Sie niemanden finden der helfen kann?

Es ist oft schwer die Einzelheiten oder Details der Erzählungen rauszufiltern, wenn die Klient*innen kaum oder gar kein Deutsch oder Englisch sprechen. Wir versuchen mithilfe von Internet-Übersetzungen die Kernthemen herauszufinden, versuchen dann jedoch ein weiteres Gespräch zu vereinbaren, mit Dolmetscher*in.

6. Denken Sie, dass es wichtig ist, dass Dolmetscher*innen von DOOR selber queere Erfahrung mitbringen?

Nicht unbedingt. Jedoch ist eine Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung wichtig, um die Themen queerer Menschen zu kennen und insbesondere die Situation queerer Geflüchteter (Strafverfolgung, Traumatisierung durch Verfolgung und Queerfeindlichekut sowie oft keine Worte oder Begriffe für die eigene Identität).

7. Sehen Sie Hürden bei der Einbindung von Dolmetscher*innen in Ihre Arbeit?

Bisher nein 😊

8. Wie sähe für Sie ein ideales, sprachlich inklusives queeres Zentrum aus und welche Rolle würden Dolmetscher*innen dort einnehmen?

Das wäre super!😊 Da sehen wir viele Menschen mit vielen Sprachtalenten, die das Zentrum sowie die Ratsuchenden unterstützen und ohne Wertung oder Vorurteile die Gespräche begleiten und möglich machen.

Vielen Dank!


Weitere Infos zu dem landesweiten Projekt queer-refugees finden Sie hier: 
https://queernet-rlp.de/projekte/queer-refugees/

Kurzer interessanter Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung aus dem letzten Jahr:
Pride Month | Deine tägliche Dosis Politik | bpb.de

Website von SCHMIT-Z: SCHMIT-Z – Queeres Zentrum Trier

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